Dynasylan® in Hybridbeschichtungen und Sol-Gel-Prozessen
Die organo- und alkylfunktionellen Dynasylan® Kieselsäureester-Systeme werden immer häufiger als Ausgangsstoffe für die Synthese von Bindemittelsystemen eingesetzt. Sie steigern den hohen Anteil anorganischer Substanzen in den so genannten Sol-Gel- oder Hybridbeschichtungen und verbessern folgende Eigenschaften:
- Kratz- und Abriebfestigkeit
- UV-Beständigkeit
- chemische Beständigkeit
- Wärmebeständigkeit
- Dauerhaftigkeit
Hybridlacke können u.a. aus vier Hauptinhaltsstoffen bestehen:
- organische Harze
- Dynasylan®-Kieselsäureester
- organo- oder alkylfunktionelle Dynasylan®-Silane
- AEROSIL®-pyrogene Kieselsäure oder andere Metalloxide
Diese Stoffe können auf unterschiedlichste Art kombiniert werden. Die Silane werden normalerweise durch Cohydrolyse mit Nanopartikeln (z.B. pyrogene Kieselsäure, Kieselsol) in einem Kolloidsol und ggf. mit zusätzlichen Inhaltsstoffen wie z.B. Metalloxiden hergestellt.
Was ist ein Sol-Gel Prozess?
In diesem Zusammenhang ist der Sol-Gel Prozess ein chemischer Syntheseweg, bei dem Dynasylan® Organosilane zunächst in Gegenwart von Wasser und Katalysatoren zu Silanolen reagieren, der Hydrolyse genannt wird.
Die Silanole kondensieren zu Silan-Oligomeren, die als netzwerkbildende anorganische Nanopartikel fungieren. Die erhaltene Flüssigkeit bezeichnet man als Sol,welches man als Nanokomposit betrachten kann. Beim Aufbringen des Sols auf ein Substrat (Metall, Glas, Kunststoff, Keramik) kondensieren die Partikel weiter und es bildet sich ein Gel,welches je nach Reaktionsbedingungen zu einer meist transparenten,wenige μm starken Beschichtung aushärtet (siehe auch C. J. Brinker, G.W. Scherer: Sol-Gel Science, Academic Press, San Diego 1990).
